Interview mit Ray Kurzweil vom 31.07.2025 in der „Zeit“ Nr. 32

Das Eckfenster war vor Jahren aktiv, dann einige Jahre nicht – und wird nun wieder aktiviert.

Nach und nach werden die Rezensionsdateien korrigiert, weil es ein Softwarewechsel, der zur Folge hatte, dass etwa Umlaute nicht korrekt umgesetzt werden, nötig machte.

Der Blog kann aber auch zu Diskussionen genutzt werden, wir wollen uns zunächst mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigen.

Als Aufhänger dient ein Zeitungsinterview mit Ray Kurzweil vom 31.07.2025 in der „Zeit“ Nr. 32, S. 11 ff.

Der Artikel scheint mir deswegen geeignet, weil er Fragen aufwirft. –

Das können sachliche Fragen sein – ist es richtig, was da gesagt wird – oder aber ethische Fragen: Wie bewerten wir das?

Wenn von KI die Rede ist, geht es meist auch um Zukunftsprognosen, wie schnell wird ein bestimmtes Level an Möglichkeiten oder Geschwindigkeit voraussichtlich erreicht werden.

Nun bleibt eine Prognose aber eben immer eine Prognose – Kurzweil äußert sich im Interview mehrfach sehr klar und überzeugt – gibt es möglicher Weise auch Experten, die das anders einschätzen?

Kurzweil gibt sich überaus technik- und zukunftsgläubig. Hier gibt es freilich auch andere Stimmen. Seine Interviewer weisen an einer Stelle, man hat den Eindruck fast verschämt, darauf hin, dass sie Angst vor bestimmten Entwicklungen hätten.

Damit stellt sich die zentrale Frage der Kontrolle.

Diese scheint es nicht zu geben.

Die Frage ob wir alles tun müssen, was wir tun können, wird überhaupt nicht gestellt.

Die technische Entwicklung scheint den Ton anzugeben, die politische oder juristische hinkt hinterher.

Stets sind schnell Unausweichlichkeitsargumente bei der Hand, dem Sinne nach, wenn wir nicht, dann die anderen…, wenn wir uns ausklinken, und sei es nur kurz, werden wir abgehängt etc.

Wahlfreiheit klingt anders.

Hier wird mit Druck und letztlich Angst gearbeitet. – Soll es keine Zeit zum Überlegen. Abwägen und Einschätzen geben?

Wenn es um die Konkurrenz Maschine – Mensch geht oder gar um Transhumanismus – Kurzweil sieht sich als Transhumanist, er geht davon aus, dass man den eigenen Organismus, konkret nennt er den Neokortex, in naher Zukunft mit Technik bestücken wird, wir „die Enge unserer Schädel verlassen“ werden (S. 13 li. Spalte) und „unsere Intelligenz millionenfach ausdehnen“ (Ebd.)

Er findet diese Aussichten „wunderbar“, möglicher Weise wird das jedoch nicht von allen geteilt werden.

Manche Silicon Valley-Phantasien erinnern an Comic-Ideen, an Superheldenphantasien.

Da schließt sich die Frage an, ob es eine gute Sache ist, wenn bestimmte Leute wie Thiel, Musk und andere, wenn also Kapitalakkumulation und Machtkonzentration an die Umsetzung solcher Ideen gehen, was freilich auch in´s Politische ausgreift. Peter Thiel etwa hat sich bereits dezidiert antidemokratisch geäußert.

So viel um eine Diskussionsgrundlage zu haben.


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